Im Zwei-Jahres-Rhythmus kommt die Hartwarenbranche zur Internationalen Eisenwarenmesse (IEM) in Köln zusammen, dieses Jahr vom 3. bis 6. März. Das vielfältige Angebot gibt uns Anlass, über unser Werkzeug nachzudenken.
Oftmals wird auf Altbewährtes gesetzt. Doch da viele Werkzeuge Verschleißprodukte sind und regelmäßig ersetzt werden, gelangen technische Weiterentwicklungen kontinuierlich in die Betriebe. Ein Hinweis speziell für die E-Handwerke: Beim Kauf empfiehlt sich der Bezug über Groß- oder Fachhandel, da diese direkt mit Markenherstellern zusammenarbeiten. Online finden sich immer wieder optisch identische Produkte, die sich als Fälschungen entpuppen können. Gerade im elektrotechnischen Bereich birgt das erhebliche Sicherheitsrisiken.
Risiken besser vermeiden
Moderne Werkzeugserien setzen auf eine Kombination aus Bedienkomfort und Sicherheit. Wir alle werden älter und wollen keinen „Rücken haben”: Durchdachte Konstruktionen erhöhen die Sicherheit, etwa bei Klemmzangen mit überarbeitetem Pumpmechanismus, Spaten mit stabilisierter Trittfläche oder Teleskop-Leitern mit größerer Standbasis. Hebehilfen oder Schwerlast-Aufhängungen erleichtern das Bewegen schwerer Bauteile und schonen unsere Gelenke.
Ergonomie und Gesundheitsschutz
Gesundheitsschutz gewinnt vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels zusätzlich an Bedeutung. Hochwertige Werkzeuge werden daher ergonomisch gestaltet; beispielsweise Zangen oder Biegewerkzeuge, die mit geringerem Kraftaufwand auskommen und eine körperfreundliche Haltung fördern.
Auch leisere Rührwerke für Beton und Mörtel tragen zur Entlastung bei, verbesserter UV-Schutz bei Arbeitskleidung senkt das Risiko für Verbrennungen auf der Haut. Zudem bieten schadstoffarme Baustoffe gleich zwei Vorteile: Sie unterstützen gesundes Arbeiten und erleichtern später die Entsorgung.
Produkte im Kompaktformat
Kompaktversionen bewährter Geräte liegen aus guten Gründen im Trend: Das reduzierte Gewicht ermöglicht längere Einsatzzeiten ohne schnelle Ermüdung, etwa beim Sägen, Schweißen oder Abisolieren. Darüber hinaus bieten kompakte Werkzeuge Vorteile in engen Einsatzbereichen und berücksichtigen unterschiedliche Handgrößen. Damit wird der Anspruch eingelöst, Arbeitsmittel so zu gestalten, dass sie für alle Fachkräfte gleichermaßen geeignet sind. Auch handliche Staubsauger und kompakte Hochdruckreiniger zeigen hier ihre Stärken.
Lebensdauer, Recycling und Abfallvermeidung
Nachhaltigkeit spielt auch in der Hartwarenbranche eine wachsende Rolle. Immer häufiger bestehen Werkzeugkomponenten oder Koffer aus recyceltem Kunststoff, neue Verpackungslösungen für Nägel und Schrauben setzen auf recyclingfähiges Papier statt auf Plastik. In aktuellen Kollektionen von Arbeitskleidung werden zudem wiederverwertete Garne und Stoffe eingesetzt und die Veredelung von Werkzeug-Zubehör – beispielsweise Sägeblätter und Schleifbänder – trägt zu einer längeren Lebensdauer bei. Die Möglichkeiten sind zahlreich.
Mehr Informationen zur IEM finden Sie hier.