Neues Batteriegesetz bremst den Markt aus

13.01.2026 / 2 Minuten / Branche

Die Verbände Bitkom, VDMA und ZVEI haben kurz vor Weihnachten eine deutliche Warnung ausgesprochen: Dem deutschen Batteriemarkt droht ein massiver Einschnitt. Hintergrund ist das neue Batteriedurchführungsgesetz (BattDG), dessen Umsetzung aus Sicht der Verbände aktuell kaum praktikabel ist. 

 

Konkret fordern Bitkom, VDMA und ZVEI das Bundesumweltministerium auf, die Anwendung der neuen Regelungen zunächst auszusetzen. Der Vollzug des Gesetzes solle vorübergehend gestoppt werden, um gravierende Folgen für Wirtschaft und Versorgung zu vermeiden. 

 

Das BattDG verpflichtet alle Hersteller – dazu zählen nicht nur Batterieproduzenten, sondern auch Unternehmen, die Geräte mit fest eingebauten Batterien oder Akkus in Verkehr bringen – bis spätestens 15. Januar 2026 ihre Batterieregistrierung bei der Stiftung ear (Elektro-Altgeräte Register) zu aktualisieren. Zusätzlich muss eine zugelassene Organisation für Herstellerverantwortung (OfH) benannt werden. 

 

Genau hier liegt das Problem: Nach Angaben der Verbände reicht die Zahl der aktuell zugelassenen OfHs nicht aus, um alle betroffenen Unternehmen rechtzeitig aufzunehmen. Nach aktuellem Stand existiert lediglich eine zertifizierte OfH für Gerätebatterien. Als Hürde für weitere Zulassungen gelten unter anderem die hohen Sicherheitsleistungen, die OfHs im Rahmen des Zulassungsverfahrens hinterlegen müssen. 

 

Die Konsequenzen könnten erheblich sein. Viele Hersteller wären nicht in der Lage, ihre Registrierung fristgerecht abzuschließen. Ab dem 16. Januar 2026 dürften dann möglicherweise hunderttausende Batterien nicht mehr verkauft oder in Verkehr gebracht werden. Betroffen wären unter anderem medizinische Geräte, Gabelstapler und Logistikfahrzeuge – aber auch zahlreiche Alltagsprodukte, von Haushaltsgeräten bis hin zur Unterhaltungselektronik.