Die Ausbildung zum Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement ist sehr abwechslungsreich. Man arbeitet im Betrieb, besucht die Berufsschule und lernt viele verschiedene Abteilungen kennen. Dadurch bekommt man einen guten Einblick in die Abläufe des Unternehmens.
Wie abwechslungsreich die Ausbildung wirklich ist, merke ich jeden Tag in der Niederlassung Offenburg. Mal konfiguriere ich einen Zählerschrank und mal eine Sprechanlage mit Unterstützung meiner Kollegen. Zwischendurch klingelt das Telefon, weil ein Kunde eine Frage hat oder Ware für seine Baustelle bestellen möchte.
Besonders gut gefällt mir, dass eigentlich immer etwas los ist, sowohl in den Büros als auch draußen im Kundencenter. Wenn es im Büro mal etwas ruhiger ist, gehe ich an die Theke und helfe dort aus. Genau diese Mischung aus unterschiedlichen Aufgaben macht meine Ausbildung für mich so spannend.
Zu meinen Aufgaben gehören aber nicht nur Kundenanfragen, Waren und Angebote. Ich übernehme auch gerne organisatorische Aufgaben innerhalb unserer Niederlassung. Dazu gehört zum Beispiel die Planung unserer jährlichen Weihnachtsfeier oder unseres Sommerfestes. Mir macht es Spaß, Ideen zu sammeln, Absprachen zu treffen und die einzelnen Schritte zu organisieren. Das ist für mich eine schöne Abwechslung zum normalen Arbeitsalltag.
Auch kleinere Aufgaben gehören bei uns dazu: Einmal in der Woche bekommen wir einen Obstkorb für das Team. Eine Kollegin und ich wechseln uns damit ab, das Obst einzukaufen und den Korb wieder aufzufüllen. Solche Aufgaben zeigen mir, dass in einer kleinen Niederlassung jeder mit anpackt und zu einem guten Miteinander beiträgt.
Mein Weg zu einer zweiten Ausbildung
Für mich ist es bereits die zweite Ausbildung. Ich wollte mich beruflich neu orientieren, neue Erfahrungen sammeln und mehr über kaufmännische Aufgaben lernen. Deshalb habe ich mich für diese Ausbildung entschieden.
Die Elektrobranche war für mich zu Beginn noch neu. Während meiner Ausbildung lerne ich jedoch immer mehr Produkte und ihre Einsatzbereiche kennen. Dadurch entwickle ich Schritt für Schritt ein besseres technisches Verständnis und entdecke immer wieder neue, interessante Themen.
Gerade Frauen möchte ich ermutigen, sich eine Ausbildung in einem technischen Unternehmen zuzutrauen. Man muss nicht bereits vor dem ersten Arbeitstag alles über Elektrotechnik wissen. Viel wichtiger sind Offenheit, Neugier und die Bereitschaft, sich auf neue Themen einzulassen. Das Interesse und das Wissen entwickeln sich mit den Erfahrungen, die man während der Ausbildung sammelt.
Eine Ausbildung kann man nicht nur direkt nach der Schule beginnen. Auch wenn man schon eine Ausbildung gemacht oder einige Jahre gearbeitet hat, kann man sich noch einmal neu orientieren. Erfahrungen aus dem bisherigen Berufsleben können auch bei einer neuen Ausbildung hilfreich sein.
Unter bestimmten Voraussetzungen kann man die Ausbildungszeit verkürzen, zum Beispiel wenn man bereits eine andere Ausbildung abgeschlossen hat. Ob eine Verkürzung möglich ist, wird immer einzeln geprüft. Der Antrag wird gemeinsam mit dem Ausbildungsbetrieb bei der zuständigen IHK gestellt.
Meine Ausbildung in Offenburg und weitere Einblicke in Freiburg
Meine Ausbildung mache ich in der Niederlassung Offenburg. Wir sind ein eher kleines Team, arbeiten eng zusammen und bei Fragen findet man immer eine Ansprechperson. Die Kolleginnen und Kollegen nehmen sich Zeit und erklären mir die Aufgaben genau.
Als Auszubildende haben wir eine 38,5-Stunden-Woche und Gleitzeit. Das bedeutet, dass ich den Beginn und das Ende meines Arbeitstages innerhalb der vorgegebenen Zeiten etwas flexibel gestalten kann, sofern es das Tagesgeschäft zulässt und im Team abgesprochen wurde.
Zu unserer Niederlassung gehören das Kundencenter, die Installationstechnik, die Projektabteilung sowie die Bereiche Industrie, erneuerbare Energien und Licht. Während meiner Ausbildung lerne ich die verschiedenen Bereiche und ihre Aufgaben kennen. Dabei erfahre ich zum Beispiel, wie Kundenanfragen bearbeitet, Angebote geschrieben und passende Produkte oder Lösungen gefunden werden. Je nach Abteilung kontrolliere ich außerdem Aufträge und Liefertermine oder helfe bei der Bearbeitung von Reklamationen.
Natürlich haben wir auch ein Lager. Dort begleite ich den Weg der Ware und lerne, wie neue Artikel angenommen, kontrolliert und eingelagert werden. Außerdem stelle ich Kundenbestellungen zusammen und bereite sie für die Abholung oder den Versand vor.
In unserer Niederlassung führen wir eine permanente Inventur durch. Das bedeutet, dass jeden Monat ein Teil der Ware gezählt und der vorhandene Bestand überprüft wird. Diese Aufgabe übernehmen bei uns in Offenburg auch die Auszubildenden. So lerne ich die Waren und das Lager besser kennen und helfe dabei, dass die Bestände im System stimmen.
Im Kundencenter habe ich direkten Kontakt zu unseren Kunden. Dort beantworte ich Fragen, nehme Bestellungen auf und suche passende Produkte heraus. Es kann auch vorkommen, dass ein Kunde dringend Ware auf einer Baustelle benötigt. In diesem Fall liefern wir die benötigten Artikel manchmal direkt dorthin. Auch das macht meine Arbeit abwechslungsreich, weil ich zwischendurch aus der Niederlassung herauskomme und einen weiteren Teil des Kundenservices kennenlerne.
Da nicht jede Niederlassung alle Abteilungen hat, bietet unser Unternehmen uns Auszubildenden die Möglichkeit, weitere Bereiche in der Hauptzentrale in Freiburg kennenzulernen. Ich war bisher insgesamt fünf Wochen dort: zwei Wochen im Einkauf, zwei Wochen in der Buchhaltung und eine Woche im Marketing.
Im Einkauf habe ich Einblicke in die Bestellung von Waren, die Kontrolle von Aufträgen und Rechnungen sowie die Zusammenarbeit mit Lieferanten bekommen. In der Buchhaltung konnte ich verschiedene Aufgaben rund um Rechnungen, Zahlungen und Belege kennenlernen.
Auch meine Woche im Marketing hat mir sehr gut gefallen. In dieser Zeit ist unter anderem dieser Artikel für den Karriereblog entstanden. Besonders spannend fand ich, dass ich den Text nicht nur selbst schreiben, sondern anschließend auch für die Website einpflegen und gestalten durfte. So konnte ich direkt sehen, wie aus meiner Idee Schritt für Schritt ein fertiger Beitrag wird.
Berufsschule und innerbetrieblicher Unterricht
Neben der Arbeit im Betrieb besuche ich regelmäßig die Berufsschule in Lahr. In der A-Woche habe ich einen Schultag, in der B-Woche zwei. Welche Berufsschule besucht wird, hängt vom Standort der jeweiligen Niederlassung ab. Im Unterricht lerne ich die theoretischen Grundlagen des Berufs, zum Beispiel zu Einkauf, Verkauf sowie wirtschaftlichen und rechtlichen Themen.
Zusätzlich bietet Alexander Bürkle einen innerbetrieblichen Online-Unterricht an. Dort wiederholen wir Themen aus der Schule, besprechen anstehende Klassenarbeiten und bereiten uns gemeinsam auf Prüfungen vor.
Gelegentlich finden außerdem Online- oder Präsenzschulungen zu Produkten, internen Programmen und Arbeitsabläufen statt. Bei den Schulungen vor Ort treffe ich die Auszubildenden aus den anderen Niederlassungen wieder, die ich bereits bei den dreitägigen Kennenlerntagen zu Beginn der Ausbildung kennengelernt habe. Dabei können wir uns austauschen und gemeinsam Neues lernen.
So läuft die Abschlussprüfung ab
Die Ausbildung endet mit einer IHK-Abschlussprüfung. Sie besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil findet nach ungefähr 15 Monaten statt. Im dritten Ausbildungsjahr folgt der zweite Teil. Dieser besteht aus schriftlichen Prüfungen und einem fallbezogenen Fachgespräch.
Für das Fachgespräch kann zwischen der Report-Variante und der klassischen Variante gewählt werden. Die Entscheidung wird bei der Anmeldung zum zweiten Teil der Abschlussprüfung festgelegt.
Bei der Report-Variante bearbeitet man im Betrieb zwei unterschiedliche praktische Aufgaben und schreibt über jede Aufgabe einen kurzen Report. Der Prüfungsausschuss wählt einen davon als Grundlage für das Fachgespräch aus. Bewertet wird nicht der geschriebene Report, sondern die Leistung im Gespräch.
Bei der klassischen Variante bekommt man am Prüfungstag zwei praktische Aufgaben vom Prüfungsausschuss zur Auswahl. Man entscheidet sich für eine Aufgabe und hat anschließend etwas Zeit, um sich vorzubereiten. Danach erklärt man seinen Lösungsweg und beantwortet die Fragen des Prüfungsausschusses. Auf die Prüfungen wird man sowohl in der Berufsschule als auch im Unternehmen vorbereitet.
Mein Fazit
Die Ausbildung bei Alexander Bürkle ist vielseitig und abwechslungsreich. Man lernt unterschiedliche Abteilungen kennen, sammelt Erfahrungen im Kundenkontakt und bekommt einen guten Einblick in kaufmännische und technische Bereiche.
Mit der Zeit übernimmt man immer mehr Aufgaben selbstständig und kann herausfinden, welcher Bereich einem besonders gut gefällt. Durch meine Arbeit in der Niederlassung Offenburg und meine Einsätze in der Hauptzentrale Freiburg konnte ich bereits viele unterschiedliche Erfahrungen sammeln.