Fraunhofer-Studie zu Wärmepumpen im Bestandsbau

13.01.2026 / 3 Minuten / Branche

Moderne Wärmepumpen sind nicht nur für Neubauten eine hervorragende Heizlösung – auch in Bestandsgebäuden und Altbauten überzeugen sie in Effizienz und Klimabilanz. Eine vierjährige Felduntersuchung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) zeigt, dass Wärmepumpen in Ein- bis Dreifamilienhäusern sehr gute Leistungszahlen erreichen. Die gemessenen saisonalen Wirkungsgrade lagen zwischen 2,6 und 5,4, je nach System und Rahmenbedingungen. Dadurch produzieren sie deutlich mehr Heizwärme pro eingesetzter Kilowattstunde Strom, als viele Bauherrinnen und Bauherren vermuten würden.  

 

Ein zentraler Vorteil im Vergleich zu konventionellen Gasheizungen ist die deutlich reduzierte CO₂-Bilanz: Unter Berücksichtigung zeitlich variierender Strommixfaktoren waren die Treibhausgasemissionen der Wärmepumpen im Jahr 2024 etwa 64 % niedriger als bei Gasheizungen.  

 

Zudem belegt die Studie, dass sich Wärmepumpenbetrieb und erneuerbare Stromerzeugung, z. B. durch Photovoltaikanlagen, gut kombinieren lassen. Das steigert zum einen die Umweltvorteile und zum anderen den Verbrauch des selbst erzeugten PV-Stroms, wodurch die finanziellen Vorteile ebenfalls steigen.  

 

Also: Wer in ein älteres Haus investiert, muss nicht auf teure Vollsanierungen warten, um eine Wärmepumpe sinnvoll zu nutzen. Mit sorgfältiger Planung, geeigneten Komponenten und Blick auf Effizienz und elektrische Versorgung können Bestandsgebäude heute genauso klimafreundlich beheizt werden wie neue Immobilen. Sebastian Stein, Produktmanager für Haus- und Wärmetechnik, erklärt in einem Interview, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um Wärmepumpen erfolgreich in Altbauten zu integrieren.

 

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