Sicherheitssystem in Schulgebäude
Sicherheit in öffentlichen Gebäuden ist besonders dann relevant, wenn Minderjährige anwesend sind. Die Stadt Überlingen hat deshalb entschieden, ein Pilotprojekt durchzuführen und eine Schule mit einem System von Notrufstationen ausstatten zu lassen. Dadurch kann mit einem Knopfdruck ein Notruf ausgelöst werden.
Standort
Im Jahr 2024 hat das Kultusministerium Baden-Württemberg eine Verwaltungsvorschrift erlassen, die vorschreibt, dass an allen Schulen sogenannte Hilfeholsysteme installiert werden müssen. Anders als klassische Panikalarme geht es dabei um das gezielte Absetzen von Hilferufen bei medizinischen Notfällen oder anderen akuten Situationen – möglichst schnell, diskret und sicher. Die Umsetzung stellte insbesondere kleinere Kommunen wie die Stadt Überlingen vor technische und organisatorische Herausforderungen.
Das System sollte in jedem Klassenzimmer installiert werden und sowohl intern – zum Beispiel in Richtung Sekretariat – als auch extern Verbindung zu Rettungsdiensten oder Polizei herstellen können. Hierbei wird über das Mobilfunknetz gewöhnliche bidirektionale Kommunikation ermöglicht. Wichtig: Das System funktioniert unabhängig von vorhandenen Telefon- oder IT-Infrastrukturen, um im Krisenfall nicht anfällig für Ausfälle oder Manipulationen zu sein.
Neben funktionaler Sicherheit bestand die Herausforderung auch in der Koordination mit Schulen, Trägern und Elektrikern, inklusive der Aufklärung über die neue Verwaltungsvorschrift, die vielerorts noch unbekannt war.
Alexander Bürkle initiierte mit TCS eine Lösung, die exakt für die Verwaltungsvorschrift KM24-1721-4/2 passt und somit den Anforderungen der Stadt Überlingen entspricht. Hierbei handelt es sich um eine Sprechstelle mit drei frei beschrift- und programmierbaren Ruftasten, die im Klassenzimmer installiert wird und für das Schulpersonal einfach zu bedienen ist.
Über das Mobilfunknetz lassen sich darüber frei wählbare externe oder interne Kontakte ansteuern, wie zum Beispiel das Sekretariat, der Rettungsdienst oder die Polizei. Die Einbindung erfolgt unabhängig von der vorhandenen Infrastruktur: Die autarke Stromversorgung sowie die integrierte Selbstüberwachung sorgen für Ausfallsicherheit im Betrieb.
Für die Stadt Überlingen wird das System ab Januar 2026 zunächst in einer kleineren Schule mit etwa 18 bis 20 Klassenzimmern als Pilotprojekt installiert. Der Rollout auf weitere Schulen ist über den Haushaltszeitraum 2026/27 vorgesehen.
Alexander Bürkle übernahm die Koordination mit dem Hersteller, stellte das System vor Ort vor und verantwortete die Lieferung der Anlagen an die Kommune. Die Installation erfolgt durch unseren Partner, der für die Elektrik im jeweiligen Haus zuständig ist. Darüber hinaus begleitet das Team aktiv die Informationsvermittlung an Schulträger und Kommunen, um frühzeitig auf die Verwaltungsvorgabe aufmerksam zu machen und pragmatische Lösungen aufzuzeigen.
- Skalierbare Erweiterungsoptionen
- Unabhängig und autark von bestehenden Netzwerken
- Resistent gegen Vandalismus
- Selbstüberwachung
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Bodo Rutz