
Montagmorgen, sieben Uhr: Die Produktionslinie läuft an, Maschinen und Fördertechnik starten gleichzeitig, Kühlaggregate arbeiten auf Volllast. Das Ergebnis ist eine plötzliche Leistungsaufnahme, die die vereinbarte Scheinleistung übersteigt. Diese Lastspitzen führen zu hohen Netznutzungskosten – in vielen Betrieben eine alltägliche Realität und monatlich ein spürbarer Kostenfaktor.
Viele Unternehmen speisen überschüssigen Solarstrom zu ungünstigen Vergütungskonditionen ins Netz ein, während sie zur Hauptlastzeit teuren Strom einkaufen. Überschüsse werden verschenkt, Spitzen nicht gesteuert – dabei gibt es längst Lösungen, um Energieflüsse gezielt zu optimieren.
Was sind Lastmanagement und Überschussnutzung?
Lastmanagement steuert Energieverbraucher gezielt, um Lastspitzen zu vermeiden oder zeitlich zu verschieben. Automatisierte Systeme priorisieren und staffeln Verbraucher oder trennen sie temporär vom Netz.
Überschussnutzung beschreibt die intelligente Verwertung selbst erzeugter Energie, etwa aus Photovoltaik. Wird mehr Strom produziert als benötigt, kann dieser gespeichert, auf andere Verbraucher umgelenkt oder später genutzt werden.
In Kombination ermöglichen beide Ansätze einen optimierten Energieeinsatz: Eigenerzeugung wird besser genutzt, Lastspitzen reduziert, Energiekosten gesenkt.
Warum ist das relevant? Wirtschaftliche Vorteile auf einen Blick
Energieversorger berechnen Leistungspreise auf Basis der höchsten Viertelstundenleistung im Abrechnungszeitraum. Wird die vereinbarte Wirkleistung überschritten, entstehen zusätzliche Kosten.
Beispiel
Vereinbarte Scheinleistung
Tatsächlich gemessene Spitzenlast
Überschreitung
Zusätzliche Kosten
Das ergibt bis zu 30.000 € jährlich – ein professionelles Lastmanagementsystem kann solche Mehrkosten vermeiden.
Auch die Eigenverbrauchsoptimierung rechnet sich: Während selbst erzeugter Strom 8 bis 11 Cent pro Kilowattstunde kostet, liegen die Bezugskosten bei 20 bis 30 Cent. Wer Strom nicht einspeist, sondern speichert und später nutzt, spart bares Geld.
Zusätzlich verbessert sich die CO₂-Bilanz. Eigenerzeugung reduziert Scope-2-Emissionen – ein zunehmender Faktor für ESG-Kriterien und Lieferkettenanforderungen.
Umsetzung: Was ist technisch und organisatorisch zu beachten?
Vor der Einführung eines Last- und Energiemanagementsystems steht die Bestandsaufnahme. Dazu gehört die Analyse von Lastgangdaten, um Spitzen und typische Verbrauchsverläufe zu erkennen. Parallel wird geprüft, welche Anlagen hohe Lasten verursachen und sich zeitlich verschieben lassen.
Auch die aktuelle Eigenstromerzeugung wird bewertet – inklusive möglicher Potenziale durch zusätzliche PV-Flächen. Standortfaktoren wie Dachausrichtung, Verschattung und Statik fließen in die Bewertung ein. Ebenso wichtig sind die verfügbare Netzanschlussleistung und mögliche technische Einschränkungen.
Alle Maßnahmen sollten sich an der Unternehmensstrategie orientieren, etwa mit Blick auf geplante Ladeinfrastruktur, Automatisierung oder Nachhaltigkeit.
Ein Beispiel: Ein Logistikzentrum plant, zehn E-LKW mit je 350-kWh-Batterie über Nacht zu laden. Parallel laufen Förderbänder, Kühlung und Beleuchtung im Schichtbetrieb. Mit intelligentem Lademanagement lassen sich Ladevorgänge staffeln, Speicher gezielt nutzen und Lasten verschieben; abhängig vom Tagesprofil und PV-Ertrag.
Die Rolle von Alexander Bürkle
Alexander Bürkle entwickelt individuelle Lösungen für Unternehmen – über die Bereitstellung einzelner Komponenten hinaus. Grundlage ist ein durchgängiger Prozess von der Beratung über die Planung bis zur Umsetzung und Nachbetreuung.
Dafür wurde 2022 das Competence Center gegründet. Hier arbeiten Fachleute aus Gebäudeleittechnik, Erneuerbaren Energien und Vertrieb eng zusammen. Ziel ist es, technische Gebäudeausstattung und Energiekonzepte sinnvoll auf die Kundenbedürfnisse zuzuschneiden und Lösungen aus einer Hand anzubieten.
Alexander Bürkle übernimmt die Auswahl und Integration aller relevanten Komponenten. Die Systeme werden in bestehende IT- und Gebäudetechnik eingebunden und technisch wie organisatorisch auf die Anforderungen des Betriebs abgestimmt.
In enger Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnern bietet Alexander Bürkle ein umfassendes Leistungspaket: Nach Umsetzung und Inbetriebnahme werden Visualisierungs- und Monitoringlösungen eingerichtet sowie Anwender geschult. Darüber hinaus erfolgt Unterstützung bei Förderanträgen und der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Zum Einsatz kommen marktführende Softwarelösungen wie PVSol, PVCase und KNX-Programmierumgebungen.
Sprechen Sie uns an
Lastmanagement und Überschussnutzung sind keine Zukunftsthemen, sondern heute wirtschaftlich sinnvoll, technisch umsetzbar und politisch gewünscht. Wer jetzt handelt, reduziert Energiekosten, verbessert die Versorgungssicherheit und steigert die Nachhaltigkeit des Betriebs.
Wenn Sie wissen möchten, welches Potenzial in Ihrem Unternehmen steckt, sprechen Sie uns an. Wir entwickeln die passende Lösung: Von der ersten Beratung bis zur Inbetriebnahme.
Sie haben Fragen zu alexgreen?
Ihr Alexander Bürkle Ansprechpartner hilft gerne weiter.
Kai Richter
